Soziale Netzwerke

(Weitergeleitet von Facebook)

Ein soziales Netzwerk (engl. Social Network) ist eine webbasierte Plattform oder eine Website, über die User miteinander kommunizieren und dabei digitale Inhalte wie Texte, Bilder, Links oder Videos teilen können. Social Networks werden sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen genutzt. Im Jahr 2013 waren mehr als zwei Drittel aller Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv.[1]

Was ist ein soziales Netzwerk?

Soziale Netzwerke haben sich mit der Verbreitung von Facebook als soziales Hauptmedium zum Austausch von Meinungen Inhalten im Internet etabliert. Als „sozial“ werden diese Netzwerke bezeichnet, weil Menschen miteinander einzeln und in Gruppen agieren.

Was zeichnet ein soziales Netzwerk aus?

Jedes Social Network besteht aus Nutzerprofilen, die User oder Unternehmen meist kostenlos anlegen können. Im Profil können sich Privatpersonen oder Unternehmen selbst vorstellen und Statusmeldungen an Freunde, Kunden, Geschäftspartner oder das ganze Netzwerk senden. Statusmeldungen bestehen je nach Netzwerk aus Text, Bildern, Videos, Links, Standorten oder Memes und können von anderen Usern angesehen und kommentiert werden. Manche Netzwerke bieten auch Mails oder Chat als Kommunikationskanäle.

Den bewussten Aufbau von Verbindungen zwischen den Usern innerhalb eines oder mehreren Social Networks nennt man auch Social Networking.

sozialenetzwerke

Facebook facebook

Facebook ist mit über einer Milliarde Nutzer das größte Soziale Netzwerk der Welt. (Stand 2013)[2] Neben der privaten Nutzung spielt Facebook auch für das Marketing in Unternehmen eine große Rolle. Selbst staatliche Institutionen sind auf Facebook repräsentiert.

Der typische Facebook-Nutzer

Mehr als 5o Prozent der Facebook-Nutzer in Deutschland sind zwischen 18 und 34 Jahren alt.[3] Das Soziale Netzwerk wird von Privatpersonen überwiegend genutzt, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und um sich mit anderen auszutauschen.

Nutzung durch Unternehmen

Facebook bietet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, um sich zu repräsentieren und um direkt mit Interessenten und der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Die sogenannten Fanpages können von mehreren Personen gemeinsam verwaltet werden. Das Posten von Bildern, Texten, Links und Videos ist dabei möglich. Einzelne Beiträge können zusätzlich beworben werden, um noch mehr Reichweite zu erzielen. Durch die vielfachen Targeting-Möglichkeiten nutzen viele Unternehmen das Soziale Netzwerk, um ihre Werbereichweite zu erhöhen.

Geschäftsmodell

Facebook finanziert sich seit seinem Börsengang über die Einlagen der Aktionäre und zum anderen über Werbung, die das Unternehmen vielseitig einblendet.

Kritik

Nach seine Gründung vor mehr als 10 Jahren steht Facebook heute vielfach in der Kritik, nicht mehr innovativ und up-to-date zu sein. So hat es sehr lange gedauert, bis Facebook eine solide funktionierende App bereitgestellt hatte. Ebenso hat sich lange Zeit kaum etwas am Erscheinungsbild der Profile geändert. Einer der wichtigsten und immer wiederkehrenden Kritikpunkte ist der Datenschutz, der sich sowohl bei neuartige Techniken wie Gesichtserkennungssoftware oder der Problematik um den „Like-Button“ auf Websites manifestiert.

Datenschutz

Der Datenschutz bei Facebook steht immer wieder in der Kritik. So behält sich Facebook das Recht vor, Inhalte aus Profilen kommerziell nutzen zu dürfen. Nach etlichen Anpassungen haben Nutzer inzwischen die Möglichkeit, in den Privatsphäreeinstellungen genau festzulegen, welche Daten aus dem eigenen Profil öffentlich sein dürfen und welche nicht.

Google Plus googleplus

Google Plus ist das Soziale Netzwerk des Suchmaschinenkonzerns Google. Es ist mit knapp einer halben Milliarde angemeldeten Nutzern das zweitgrößte Soziale Netzwerk der Welt. Neben der klassischen Form, über Statusupdates mit Fotos, Texten, Links und Videos mit anderen Usern zu kommunizieren, bietet das Netzwerk mit den sogenannten „Hangouts“, einer Form des Video-Chats, noch eine weitere Kommunikationsform.

Der Google Plus Nutzer

Der typische User von Google Plus verfügt über ein eigenes Google-Konto, mit dem er automatisch ein Profil in diesem Sozialen Netzwerk anlegt. Google Plus wird laut Statistik eher von älteren Usern verwendet.[4]. Der Nutzungsschwerpunkt liegt bei Google Plus mehr im geschäftlichen Bereich wie der Pflege von Geschäftskontakten. Auch in bestimmten Branchen wie der Online-Marketing und hier der SEO-Szene ist Google Plus sehr beliebt.

Nutzung durch Unternehmen

Unternehmen können auf Google Plus ihr eigenes Profil erstellen. Hierfür wird der myBusiness-Account verwendet. Hier besteht die Möglichkeit, das Profil auf den Geschäftstyp auszurichten. Als fester Bestandteil des Google-Produktportfolios haben Unternehmen mit der Pflege des Google-Plus-Profils die Möglichkeit, dass dieses auch direkt in den Suchergebnissen bei der Eingabe des Unternehmensnamens auftaucht. Zugleich kann das Business-Profil auch für die Werbung mit Google AdWords verwendet werden.

Geschäftsmodell

Das Soziale Netzwerk wird über die Werbeeinnahmen des Google-Konzerns finanziert.

Kritik

Google Plus stand häufig in der Kritik, ein sogenanntes „Geisternetzwerk“ zu sein, weil es zwar sehr viele Profile aufweisen konnte, deren Besitzer ihren Account jedoch nicht aktiv nutzten. Dies liegt bis heute daran, dass automatisch ein Google-Plus-Account angelegt wird, sobald ein Nutzer ein Google-Konto eröffnet. Ein Google-Konto ist außerdem die Voraussetzung für die Verwendung eines Smartphones mit Android-Betriebssystem. Die rasant steigende Zahl an Android-Geräten hat demzufolge analog dazu zu steigenden Profilzahlen geführt. Nachdem Google sein soziales Netzwerk jedoch immer stärker in sein Gesamtkonzept integriert, steigt auch die Aktivität der User bei Google Plus.

Datenschutz

Der Google-Konzern steht allgemein immer wieder im Kreuzfeuer der Datenschützer. So wurde bei Google Plus bemängelt, dass automatisch ein öffentliches Profil angelegt wird, sobald ein User ein Google-Konto eröffnet und dass die auf Google Plus veröffentlichten Bilder ebenfalls automatisch indiziert werden.

Twitter twitter

Twitter ist ein sogenannter Microblogging-Dienst, über den User Inhalte miteinander austauschen können. Der Dienst ist mit weltweit mehr als 230 Millionen aktiven Nutzern eines der größten sozialen Netzwerke der Welt. Das Besondere daran ist, dass für einen „Tweet“ genannten Beitrag lediglich 140 Zeichen zur Verfügung stehen. User können Beiträge kommentieren oder anderen Nutzern „folgen“. Per Hashtag lassen sich alle Tweets auch nach Themen durchsuchen. Eine weitere Besonderheit an Twitter besteht darin, dass alle Postings sofort in Echtzeit in der Timeline der Follower angezeigt werden.

Der Twitter Nutzer

Der Kurznachrichtendienst wird in Deutschland zu größten Teilen von Nutzern zwischen 14 und 29 Jahren genutzt. [5] Über das Soziale Netzwerk können sie sich dabei über aktuelle Trends oder parallel laufende Events austauschen. Ältere User verwenden Twitter vor allem, um in Echtzeit über politische, kulturelle Neuigkeiten informiert zu werden.

Nutzung durch Unternehmen

Von Unternehmen wird Twitter häufig genutzt, um Trends zu setzen oder Follower in Echtzeit über Ereignisse auf Events zu informieren. So ist Twitter ein beliebtes Medium für die schnelle Verbreitung von Neuigkeiten auf Events und Pressekonferenzen.

Geschäftsmodell

Twitter hat sich lange Zeit über Investoren finanziert, die an Nutzerdaten interessiert waren. Inzwischen bietet Twitter Unternehmen auch bezahlte Werbung in Form von Promoted Tweets oder Promoted Accounts an.

Kritik

Lange Zeit wurde Twitter als unnötige Ergänzung zu Facebook gebrandmarkt, da viele Menschen keinen Sinn in den nur 140 Zeichen kurzen Mitteilungen sahen. Für Investoren war Twitter darüber hinaus oft unattraktiv, weil die Werbemöglichkeiten mit der Plattform beschränkt sind.

Datenschutz

Twitter hat wie alle sozialen Netzwerke aus den USA immer wieder Probleme mit dem hiesigen Datenschutzrecht. So wurde unter anderem das automatische Anlegen von Ortsmarken von mobilen Twitter-Nutzern inzwischen wieder deaktiviert.

XING xing

XING ist ein deutsches Soziales Netzwerk, das seit 2003 existiert und in Deutschland von mehr als 5 Millionen Mitgliedern genutzt wird. Es dient vorwiegend dazu, berufliche Netzwerke auszubauen.

Der XING Nutzer

XING wird vorwiegend von Mitgliedern zwischen 35 und 54 für geschäftliche Kontakte genutzt. Zugleich sind User daran interessiert, ihr eigenes Profil zu pflegen, um es bei Bewerbungen oder Neukundenkontakten als Referenz zu verwenden.

Nutzung durch Unternehmen

Unternehmen können auf XING eigene Profile anlegen, über die gezielt neue Mitarbeiter angesprochen oder umworben werden können. Außerdem bietet das Unternehmensprofil die Möglichkeit, firmeneigene Informationen für die Öffentlichkeit bereitzustellen.

In den sogenannten XING-Gruppen können zudem von Unternehmen oder auch Einzelpersonen Themen gemeinsam mit anderen XING-Mitgliedern besprochen werden.

Geschäftsmodell

Die XING AG gehört zur Burda-Unternehmensgruppe und ist börsennotiert. Zugleich finanziert sich das Netzwerk über die Abo-Gebühren seiner Premium-Mitglieder.

Kritik

Kritik an XING ist eher allgemeiner Natur. Denn es gibt bis dato keine Studien, die messbar den Nutzen eines geschäftlich genutzten sozialen Netzwerks belegen.

Datenschutz

Wer das XING-Netzwerk verwendet, muss sich bewusst sein, dass alle von ihm veröffentlichten Daten auch sichtbar sind. Dennoch kann im Profil eingestellt werden, ob die Daten nur für angemeldete User zu lesen sind und ob Suchmaschinen das Profil indizieren dürfen.

LinkedIN linkedin

LinkedIn ist nach eigenen Angaben das größte Online Berufsnetzwerk, welches in über 200 Ländern aktiv ist und 200 Millionen Mitglieder verzeichnet. LinkedIn bietet seinen Nutzern den Zugang zu Personen, Stellen, Neuigkeiten, Aktualisierungen und Insider-Infos. Hiermit soll sichergestellt werden, dass die Nutzer erfolgreich im Berufsleben agieren. Im Vergleich zu XING ist LinkedIN noch internationaler ausgerichtet.

Der LinkedIN Nutzer

Über 70 Prozent der LinkedIN-User in Deutschland sind zwischen 35 und über 50 Jahre alt.[6] Die User sind vorrangig daran interessiert, Geschäftskontakte auszubauen und sich selbst zu präsentieren.

Nutzung durch Unternehmen

Unternehmen können LinkedIN vor allem zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter nutzen. Auch Headhunter verwenden die Profile von LinkedIN, um Jobs mit passenden Bewerbern auszufüllen. Mit sogenannten LinkedIN-Ads können Unternehmen zudem auf dem Sozialen Netzwerk werben.

Mit einer eigenen Unternehmensseite bietet LinkedIN Firmen zudem die Möglichkeit, sich einer breiten Zielgruppe zu präsentieren.

Geschäftsmodell

LinkedIn finanziert sich zum einen durch seine Erlöse an der Börse und zum anderen durch Werbung sowie die Zahlungen der Premium-Mitglieder.

Kritik

Seitens der Verbraucherschützer kommt immer wieder Kritik an LinkedIn auf. Zum einen gestaltet sich die Löschung eines Benutzerkontos als äußerst kompliziert, da die dazu erforderlichen Funktionen nicht offenkundig sind. Zum anderen ist es der mangelnde Datenschutz, der immer wieder kritisiert wird.

Datenschutz

Da LinkedIn ein US-amerikanisches Unternehmen ist, gelten auch die Datenschutzbestimmungen der USA, die weniger streng sind als die Regularien in Deutschland. Alle auf LinkedIN veröffentlichten Informationen sind auch für die anderen Mitglieder sichtbar.

Pinterest pinterest

Pinterest wurde im Jahr 2010 als neuartiges soziales Netzwerk in Palo Alto, USA gegründet. Das Netzwerk zeichnet sich vor allem durch seine Pinnwände genannten Bildersammlungen aus. Angemeldete User können Bilder hochladen oder „repinnen“, was dem „teilen“ bzw. „liken“ auf anderen Social-Media-Plattformen entspricht. Laut Firmenangaben sind auf Pinterest mehr als 30 Milliarden Bilder hochgeladen worden (Stand: August 2014). Weltweit hat Pinterest 2014 mehr als 70 Millionen registrierte Nutzer.[7]

Der Pinterest Nutzer

Zielgruppe von Pinterest sind User, die ihre Fotos mit anderen Usern teilen wollen.

Nutzung durch Unternehmen

In Deutschland wird Pinterest noch relativ wenig von Unternehmen genutzt, obwohl das soziale Netzwerk eigene Seiten speziell für Firmen anbietet. In den USA wird Pinterest von großen Unternehmen vorwiegen für das Branding verwendet.

Geschäftsmodell

Pinterest hat sich in den ersten Jahren nach der Gründung durch Investoren getragen. Im Jahr 2014 wurden mit ersten „Promoted Pins“, also bezahlten Postings von Unternehmen, gestartet.

Kritik

Zwei Jahre nach dem Start kam Pinterest in die Kritik, weil das Netzwerk zum einen mit Affiliate-Links Geld verdiente, ohne dies in den AGB kenntlich zu machen und zum anderen wurden die Urheberrechte kritisiert. Bis zur Änderung der Geschäftsbedingungen wurde Pinterest dort das Recht eingeräumt, Bilder, die auf der Plattform hochgeladen wurden, zu verkaufen. Nach Protesten wurde dieser Passus aus den AGB entfernt. Heute steht Pinterest vor allem deshalb in der Kritik, weil das Hochladen von Bildern häufig nicht mit hiesigen Urheberrechten in Einklang zu bringen ist und privaten Usern deshalb Abmahnungen drohen.

Datenschutz

Wie bei allen sozialen Netzwerken, deren Hauptsitz in den USA liegt, kann auch der Datenschutz bei Pinterest kritisiert werden. Wichtig zu wissen ist, dass Pinterest die Informationen, die der User über sein Profil abgibt, für Werbung und für eigene Zwecke verwenden darf. Zudem darf Pinterest auf Kontaktdaten von Facebook oder Twitter zugreifen, wenn sich ein User über diese soziale Netzwerke bei Pinterest einloggt.

Tumblr tumblr

Tumblr ist eine Microblogging-Plattform aus den USA und gehört zu Yahoo. User können darüber Texte, Videos, Musik, Links, Bilder oder Zitate mit anderen teilen. Das Kommentieren von einzelnen Beiträgen und das Verwenden von Hashtags ist ebenso möglich wie das „Liken“. Laut Firmenangaben gibt es im Jahr 2014 knapp 200 Millionen Blogs und 83 Milliarden Einträge auf Tumblr (Stand August 2014). Im Jahr 2014 ist Tumblr mit 3,5 Millionen Nutzern das fünftgrößte Soziale Netzwerk in Deutschland.[8]

Der Tumblr Nutzer

Wer Tumblr verwendet, ist überwiegend an der schnellen Verbreitung von Fotos interessiert. Aus diesem Grund hat sich Tumblr vor allem in der Kunst- und Modeszene als soziales Netzwerk etabliert. Durch die schnelle und unkomplizierte Möglichkeit zum Teilen von Inhalten ist Tumblr auch bei Usern zwischen 15 und 24 Jahren beliebt und konkurriert hier in manchen Ländern schon stark mit Facebook.

Nutzung durch Unternehmen

Tumblr wird von Unternehmen kaum bis gar nicht für Marketingzwecke genutzt, obwohl der Mikroblogging-Dienst durchaus Potential zum Beispiel für virale Marketingkampagnen bieten könnte.

Geschäftsmodell

Bis dato gehört Tumblr zum Yahoo-Netzwerk und wird über Investoren finanziert. Der Mutterkonzern hat noch kein festes Geschäftsmodell gefunden (Stand August 2014).

Kritik

Tumblr steht häufig in der Kritik, weil die dort veröffentlichten Inhalte Urheberrechte oder den Jugendschutz verletzen. Durch die einfache Nutzung des Blogsystems ist Tumblr auch anfällig für Webspam.

Datenschutz

Die Privatsphäreeinstellungen bei Tumblr sind eher spärlich. Alles, was veröffentlicht wird, ist für alle sichtbar. Das Versenden von privaten Nachrichten ist erst möglich, wenn man einem Blog für längere Zeit folgt.

Badoo

Badoo wurde 2006 in England gegründet und ist heute mit mehr als 200 Millionen Usern eines der größten sozialen Netzwerke der Welt. Die Marke gehört dadurch mit den zu weltweit wertvollsten Brands im Bereich Social Media.

Der Badoo Nutzer

Der Schwerpunkt bei Badoo liegt vorwiegend im Knüpfen von neuen Kontakten über das Internet. Häufig wird dem Netzwerk deshalb nachgesagt, dass es eine Art Datingplattform ist. Durch die Standortfunktion können Mitglieder sehen, an welchem Ort sie sich gerade aufhalten. So sind „Live-Treffen“ sehr gut organisierbar.

Nutzung durch Unternehmen

Badoo ist vorwiegend für die private Nutzung ausgelegt.

Geschäftsmodell

Im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken verzichtet man bei Badoo auf Werbung. Stattdessen zahlen die Mitglieder eine monatliche Nutzungsgebühr, wenn Sie das Netzwerk über die Grundfunktionen hinaus nutzen wollen.

Kritik

Badoo wird nachgesagt, dass viele Profile nur Fakes seien und es sich nicht um echte Mitglieder handle. Genaue Studien dazu gibt es bis dato nicht.

Datenschutz

User von Badoo sollten wie bei allen sozialen Netzwerken darauf achten, welche Daten Sie über ihr Profil preisgeben. Denn diese Daten werden umfangreich verwendet und sind per Grundeinstellung öffentlich.

Klout

Klout ist ein elektronischer und vollautomatisierter Dienst zur Steigerung der Online-Reputation. Das englischsprachige Portal überprüft die Webaktivitäten und die Aktivität in Social Media der angemeldeten User und berechnet anhand dieser Daten den sogenannten „Klout Score“.

Der Klout Nutzer

Wer Klout verwendet muss zunächst über mindestens ein Profil in einem anderen sozialen Netzwerk verfügen. Meist wird Klout von professionellen Bloggern oder Meinungsführern genutzt, um die eigene Online-Reputation zu belegen.

Nutzung durch Unternehmen

Unternehmen können Klout für Branding-Aktionen nutzen und über das Netzwerk Nachrichten an User senden sowie virale Kampagnen starten.

Geschäftsmodell

Das soziale Netzwerk finanziert sich zum einen über den Investor Lithium Technologies und zum anderen über die Einnahmen aus Werbekampagnen, die Unternehmen über Klout abwickeln. Dabei sind vor allem die Klout Perks interessant, besonders aktive User in sozialen Netzwerken, die von Unternehmen für ihre Aktivität im Namen einer bestimmten Marke belohnt werden.

Kritik

Klout steht häufig wegen seiner Berechnungsskala in der Kritik, da die genaue Zusammensetzung des „Klout Scores“ nicht exakt nachvollziehbar ist.

Datenschutz

Das Unternehmen legt häufig Nutzerprofile aus bereits öffentlich zugänglichen Daten an. Diese Praxis wird vor allem von europäischen Datenschützern immer wieder kritisiert. Ein weiterer Kritikpunkt besteht in der sogenannten Auskunftspflicht. Ähnlich wie die Schufa müsste auch Klout-Nutzern in Deutschland auf Anfrage alle gesammelten und personenbezogenen Daten verfügbar machen.

VKontakte

VKontakte ist ein soziales Netzwerk, das insbesondere in den Ostblockstaaten wie Russland, Kasachstan, Moldawien, Weißrussland und der Ukraine beliebt ist. Mit mehr als 200 Mitgliedern es das größte soziale Netzwerk in Europa.

Der VKontakte Nutzer

VKontakte wird häufig als „Kopie von Facebook“ bezeichnet. Die User von VKontakte sind daher ähnlich.

Nutzung durch Unternehmen

Bis dato (Stand August 2014) gibt es auf VKontakte außer über Werbung für Unternehmen keine Möglichkeiten, sich zu präsentieren.

Geschäftsmodell

VKontakte finanziert sich über Werbeeinblendungen und die Investitionen von Aktionären.

Kritik

VKontakte wurde seit dem Start dafür kritisiert, dass es mehr oder weniger eine Kopie von Facebook sei. Darüber hinaus wird dem Sozialen Netzwerk häufig nachgesagt, dass es vom russischen Geheimdienst unterwandert sei.[9]

Datenschutz

Wie bei allen größeren sozialen Netzwerken müssen User auch bei VKontakte darauf achten, welche Daten sie öffentlich preisgeben wollen.

Odnoklassniki

Mit fast 50 Millionen Nutzern ist Odnoklassniki eines der größten europäischen sozialen Netzwerke. Allein in Deutschland soll das Netzwerk mehr als 1,5 Millionen Mitglieder haben. 2006 gegründet, ist das Netzwerk ausschließlich in russischer Sprache nutzbar.

Der Odnoklassniki Nutzer

Odnoklassinik wird überwiegend von russisch- und ukrainischsprachigen, erwachsenen Usern verwendet, die mit ehemaligen Klassenkameraden oder Kommilitonen sowie Arbeitskollegen in Kontakt treten wollen.

Nutzung durch Unternehmen

Für Unternehmen gibt es keine eigenen Profile. Es besteht lediglich die Möglichkeit, Werbung zu buchen.

Geschäftsmodell

Odnoklassniki finanziert sich über die Werbebuchungen von Unternehmen. Außerdem nimmt das Unternehmen auch Geld mit seinen Premium-Mitgliedschaften ein. Diese Profile bieten eine noch größere Funktionalität als die kostenlose Mitgliedschaft.

Kritik

Ein großer Kritikpunkt sind die hohen Hürden, die User haben, wenn sie ihr Profil auf Odnoklassniki löschen wollen.

Datenschutz

Die Datenschutzbestimmungen in den Basisprofilen sind sehr lax. Denn grundsätzlich ist alles, was auf Odnoklassniki gepostet wird, öffentlich.

Fazit

Soziale Netzwerke sind heute fester Bestandteil im Alltagsleben des modernen Menschen. Die tatsächliche Nutzung hängt jedoch davon ab, wie stark ein User im jeweiligen sozialen Netzwerk vernetzt ist und für welche Zwecke er es verwendet. Für Unternehmen können soziale Netzwerke gute Gelegenheiten bieten, um entweder den Kundenkontakt oder die eigene Marke zu pflegen.

Einzelnachweise

  1. Zwei Drittel der Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv bitkom.org Abgerufen am 13.08.2014
  2. Facebook Nutzerzahlen allfacebook.de Abgerufen am 27.08.2014
  3. Altersverteilung der Facebook-Nutzer de.statista.com Abgerufen am 14.08.2014
  4. Nutzer von Google Plus nach Alter im Vergleich zur Internet-Gesamtnutzerschaft de.statista.com Abgerufen am 13.08.2014
  5. Nutzung von Online Communities ard-zdf-onlinestudie.de Abgerufen am 26.02.2017
  6. Anteil der Nutzer von LinkedIN nach Alter de.statista.com Abgerufen am 13.08.2014
  7. Social Media: Zahlen, Fakten und Statistiken für 2014 socialmediastatistik.de Abgerufen am 13.08.2014
  8. Top10 der Sozialen Netzwerke in Deutschland de.statista.com Abgerufen am 13.08.2014
  9. Gründer von russischem sozialen Netzwerk VKontakte verlässt Heimat zeit.de Abgerufen am 13.08.2014

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